Wer Rezepte verwalten will, mit App oder ohne, hat meist ein Durcheinander geerbt: Karteikarten in Omas Handschrift, eingeklebte Zeitungsausschnitte, Kochbücher mit Eselsohren und ein paar Fotos auf dem Handy. Die Rezepte sind da. Nur findet man das richtige nicht, wenn man es braucht. Diese Seite zeigt, wie Sie Rezepte sammeln, Familienrezepte digitalisieren und eine Ordnung finden, die auch bei dreihundert Gerichten noch trägt.
Ordner oder App: Rezepte sammeln im Vergleich
Der Ordner. Ein Ringbuch mit Klarsichthüllen ist schnell angelegt und braucht keinen Strom. Es funktioniert, solange es eine Ordnung gibt, etwa Register nach Kategorie. Sobald ein Rezept in zwei Register passt, etwa der Pflaumenkuchen für Sonntag und für den Herbst, muss man sich entscheiden. Und den Ordner hat immer nur einer.
Die Datei auf dem PC. Wer Rezepte am PC verwalten will, landet oft bei einer Tabelle oder einem Ordner voller Word-Dateien. Durchsuchbar ist das, aber in der Küche selten zur Hand, und die Fotos der Originale liegen woanders.
Die App. Eine Rezepte-App hält Text und Foto zusammen, ist auf dem Handy in der Küche dabei und lässt sich mit der Familie teilen. Der Haken: Viele Kochapps sind eigentlich Rezeptportale. Sie zeigen fremde Rezepte, Werbung und Einkaufslisten, aber kaum Platz für die Karte, die seit vierzig Jahren im Küchenschrank liegt.
Was eine App zum Rezepte verwalten können sollte
Für eine eigene Sammlung zählen andere Dinge als für die Suche nach dem nächsten Abendessen. Zuerst muss das Original als Foto beim Rezept liegen, nicht in einem zweiten Programm. Felder für Zutaten, Zubereitung, Portionen und Zeit sollten vorhanden sein, aber offen genug für Notizen wie „mit weniger Zucker besser“. Ordnen nach Kategorie, Anlass oder Küche gehört dazu. Und die App sollte im Browser laufen, damit Handy, Tablet und PC dieselbe Sammlung zeigen.
Wichtig ist auch, dass die Daten nicht in der App gefangen bleiben. Ein Export als Tabelle oder PDF ist die Versicherung dafür, dass die Sammlung einen Anbieterwechsel überlebt.
Rezepte verwalten mit COLLUX
COLLUX ist eine Sammlungsverwaltung und kein Kochportal. Rezepte von Webseiten importiert es nicht, Einkaufslisten schreibt es auch keine. Gedacht ist es für die Rezepte, die Sie selbst besitzen. Das Sammelgebiet Rezepte bringt diese Felder mit: Kategorie, Quelle, Anlass, Küche, Art des Originals (Handschrift, Karteikarte, Kochbuch, Zeitungsausschnitt, digital), Portionen, Zubereitungszeit in Minuten, Schwierigkeit, Hauptzutat, Ernährung, Zutaten, Zubereitung, Varianten & Gelingen und eine Bewertung mit Sternen.
Bei Kategorie, Anlass, Küche, Hauptzutat und Ernährung wählen Sie aus einer Liste oder tippen einen neuen Wert ein, der danach für das nächste Rezept bereitsteht. Fehlt Ihnen ein Feld, etwa „von wem“, legen Sie es selbst an. Die Suche in der Liste findet Titel und Beschreibung. Ein sprechender Titel wie „Omas Zwetschgendatschi“ hilft deshalb mehr als „Kuchen 3“.
Familienrezepte digitalisieren
Für den Anfang reicht das Handy. Legen Sie die Karte bei Tageslicht auf eine helle Fläche und fotografieren Sie senkrecht von oben, Vorder- und Rückseite getrennt. Auf der Rückseite stehen oft die interessantesten Notizen: „für 2 Bleche“, ein Datum, wer das Rezept mitgebracht hat. Ein Flachbettscanner liefert bei verblasster Bleistiftschrift bessere Ergebnisse.
Dann den Text abschreiben, Zutaten und Zubereitung getrennt. Das kostet pro Rezept ein paar Minuten, macht das Rezept aber in der Küche lesbar und auffindbar. Alte Angaben wie „ein Pfund“, „für 40 Pfennig Hefe“ oder „Mittelhitze“ übersetzen Sie am besten gleich ins Feld für Varianten, ohne das Original zu verändern. Wer mit Kindern oder Geschwistern zusammen digitalisiert, teilt sich die Arbeit nach Kategorien auf.
Eine Ordnung, die mitwächst
Beginnen Sie mit wenigen Kategorien: Suppe, Hauptgericht, Beilage, Dessert, Kuchen und Gebäck, Brot, Eingemachtes. Feinere Unterscheidungen gehören in eigene Felder statt in immer neue Kategorien. Der Anlass sagt, wann ein Gericht auf den Tisch kommt, die Hauptzutat, was man gerade im Haus hat. So bleibt die Liste übersichtlich, auch wenn die Sammlung wächst.
Ebenso nützlich ist die Quelle. Ob ein Rezept aus einem bestimmten Kochbuch stammt, aus der Zeitschrift von 1978 oder von der Nachbarin, ist für viele Sammler der eigentliche Wert.
Originale aufbewahren
Auch nach dem Digitalisieren bleibt die handschriftliche Karte das Original. In der Küche leidet Papier unter Fett, Dampf und Licht; wer nach der digitalen Fassung kocht, schont es. Bewahren Sie Originale in säurefreien Hüllen oder einer Archivbox auf, trocken und dunkel. Klebeband und Büroklammern schaden altem Papier auf Dauer; Tesafilm vergilbt und hinterlässt Flecken.
Worauf Sie beim Digitalisieren achten sollten
Kostenlos starten, mit der Familie teilen
COLLUX läuft im Browser auf Handy, Tablet und PC; auf dem Startbildschirm abgelegt, öffnet es sich wie eine App. Eine eigene iPhone-App ist in Arbeit. Das Foto der Karte nehmen Sie direkt mit der Handykamera auf. In Tarifen mit KI-Erkennung, ab Platinum und während der Testphase, kann COLLUX die Felder aus dem Foto vorausfüllen, auch Zutaten und Zubereitung. Bei alter Handschrift lohnt ein prüfender Blick.
Den Arbeitsbereich teilen Sie, indem Sie Familienmitglieder einladen, mit Lese- oder Schreibrecht. Einzelne Rezepte lassen sich über eine öffentliche Objektseite mit QR-Code weitergeben, ohne dass der Empfänger ein Konto braucht. Die ganze Sammlung exportieren Sie als CSV, Excel oder PDF.
Wer Rezepte kostenlos verwalten möchte, bleibt im Free-Plan: eine Sammlung mit bis zu 100 Rezepten, ohne Kreditkarte und ohne Ablaufdatum. Die ersten 30 Tage laufen mit allen Funktionen von Platinum.
Häufige Fragen zum Rezepte verwalten
Rezepte digital verwalten
Erfassen Sie Ihre Rezepte mit Foto des Originals, Zutaten, Quelle und Anlass. Bis 100 Rezepte kostenlos und in unter zwei Minuten startklar.
Kostenlos starten