Ein Regal voller Spiele für drei, vier Konsolen ist schnell erreicht. Dann tauchen die Fragen auf: Steht das Spiel schon im Regal, und ist es komplett oder nur das Modul? Ist es die deutsche Fassung oder ein Import, und was ist das alles zusammen wert? Wer seine Videospiele Sammlung verwalten will, braucht deshalb mehr als eine Titelliste. Zu jedem Spiel gehören Plattform, Vollständigkeit, Region und Zustand, denn genau diese Angaben entscheiden später über den Wert.
Was eine App für die Spielesammlung können sollte
Für den Anfang reicht eine Tabelle. Spätestens mit Fotos, Zustandsnotizen und Kaufbelegen wird sie unhandlich. Von einer Sammlungs-App dürfen Sie erwarten, dass sie Spiele schnell anlegt, ohne dass Sie jeden Titel abtippen. Sie sollte Felder für Plattform und Medientyp haben und Platz für das, was Sammler wirklich unterscheiden: ob Hülle und Anleitung dabei sind, aus welcher Region das Spiel stammt und in welchem Zustand das Etikett ist. Dazu kommen Kaufpreis und geschätzter Wert je Spiel, damit Sie den Gesamtwert kennen, etwa für die Hausratversicherung. Und die Daten sollten sich als Tabelle exportieren lassen, damit Sie nicht an einen Anbieter gebunden sind.
Spiele über den Katalog erfassen
In COLLUX suchen Sie beim Anlegen nach dem Titel. Für Videospiele fragt COLLUX dabei RAWG, eine große Spieledatenbank. Aus einem Treffer übernehmen Sie den Titel, das Erscheinungsjahr und die Plattformen, auf denen das Spiel erschienen ist, dazu einen Verweis auf den RAWG-Eintrag. Haben Sie noch kein eigenes Foto hochgeladen, kommt das Bild aus dem Katalog dazu. Das ist meist ein Motiv aus dem Spiel, nicht das Cover Ihrer Ausgabe.
Einen Barcode zu scannen bringt bei Spielen dagegen nichts: RAWG führt keine EAN-Nummern, die Suche läuft über den Namen. Ebenfalls nicht im Katalog steht, welche Fassung bei Ihnen liegt. Plattform, Medientyp (Disk, Cartridge, Kassette oder digital), Studio, Sprache und Altersfreigabe nach USK oder PEGI wählen Sie in den vorbereiteten Feldern selbst. In den Paketen Platinum, Hausrat und Business erkennt die KI ein Spiel auch vom Foto der Hülle.
CIB, OVP oder lose: Vollständigkeit zählt
Bei der Vollständigkeit unterscheiden Sammler drei Stufen. Lose heißt: nur das Modul oder die Disc. OVP steht für Originalverpackung, oft ohne Anleitung. CIB, „Complete in Box“, bedeutet Spiel, Verpackung, Anleitung und alle Beilagen, die ursprünglich dabei waren, etwa Poster, Karten oder Registrierkarten. Bei Modulspielen aus den 80er- und 90er-Jahren waren die Pappschachteln Wegwerfware. Genau deshalb sind vollständige Exemplare heute oft ein Vielfaches des losen Moduls wert.
Beim Zustand schauen Käufer auf Knicke, Risse und Preisaufkleber an der Schachtel, auf Eselsohren und Kritzeleien in der Anleitung und auf das Etikett des Moduls. Bei Discs zählen Kratzer und eine unbeschädigte Hülle. An der Spitze stehen versiegelte Spiele. Sie werden teils von Firmen professionell bewertet und in Acryl eingeschweißt.
Videospiele Wert ermitteln
Die meisten alten Spiele sind keine Schätze. Lose bringen Massentitel, die jeder hatte, oft nur wenige Euro. Wertvolle Videospiele haben meist mehrere Eigenschaften zugleich: Sie wurden in kleiner Stückzahl ausgeliefert, oft spät im Leben einer Konsole, sie sind bis heute gefragt, und das Exemplar ist vollständig und gut erhalten. Auch Sonderauflagen, Wettbewerbsmodule und Spiele, die nur in einer Region erschienen sind, erzielen hohe Preise.
Um den Wert alter Videospiele zu schätzen, vergleichen Sie tatsächlich verkaufte Exemplare derselben Fassung im selben Zustand, nicht Angebotspreise. Auf Auktionsplattformen lassen sich beendete Verkäufe filtern. Zur Orientierung taugen Preisdatenbanken im Netz; sie zeigen aber häufig US-Preise für NTSC-Versionen, die auf PAL-Spiele nicht übertragbar sind.
Vorsicht bei Videospielen als Wertanlage: Die Preise schwanken stark und hängen an Trends, Neuauflagen und wenigen gefragten Titeln. Wer kauft, weil er spielt und sammelt, liegt richtig. Wer auf Rendite setzt, trägt ein echtes Risiko.
PAL, NTSC und Regionalversionen
In Europa erschienen Spiele für die Fernsehnorm PAL, in Nordamerika und Japan für NTSC. Spiele aus anderen Regionen sperren viele Konsolen aus, teils über einen Sperrchip, teils über eine andere Modulform. Bei älteren Titeln laufen PAL-Fassungen mitunter langsamer oder mit schwarzen Balken. Für Sammler ist die Region ein eigenes Merkmal: Eine deutsche Fassung mit deutscher Anleitung ist etwas anderes als ein US-Import, auch wenn das Spiel gleich heißt. Halten Sie die Region bei jedem Spiel fest, und notieren Sie, ob die Verpackung zur Region des Moduls passt.
Fälschungen und Repros erkennen
Mit steigenden Preisen sind Nachbauten auf den Markt gekommen, besonders bei beliebten Modulspielen. Ehrlich verkaufte Reproduktionen („Repros“) sind als solche gekennzeichnet; das Problem sind Fälschungen, die als Original angeboten werden. Warnzeichen sind ein unscharf gedrucktes oder zu glänzendes Etikett, abweichende Farben und Schriften, ein ungewöhnliches Gewicht und ein Preis deutlich unter dem Marktüblichen. Sicherheit gibt oft erst ein Blick ins Modul: Originalplatinen tragen den Aufdruck des Herstellers. Auch bei versiegelten Spielen ist Vorsicht geboten, denn Hüllen lassen sich neu einschweißen.
Retro-Spiele sammeln und richtig lagern
Am empfindlichsten sind in einer Retro-Sammlung die Pappschachteln. Stellen Sie sie aufrecht und nicht gequetscht ins Regal, am besten in passenden Schutzhüllen aus Kunststoff. Direktes Sonnenlicht bleicht Cover aus und lässt helles Plastik vergilben. Feuchte Keller und Dachböden mit großen Temperaturschwankungen schaden Pappe, Anleitungen und Kontakten gleichermaßen.
Viele ältere Module speichern Spielstände mit Hilfe einer Knopfzelle. Viele Jahre hält so eine Batterie, aber nicht ewig; ist sie leer, gehen die Spielstände verloren. Der Tausch erfordert das Öffnen des Moduls und gehört in geübte Hände. Kontakte reinigen Sie vorsichtig mit Isopropanol und einem Wattestäbchen, Discs mit einem weichen Tuch von innen nach außen.
Worauf Sie beim Sammeln achten sollten
Videospiele digital verwalten mit COLLUX
Das Sammelgebiet Videospiele legt die passenden Felder gleich an: Untertitel, Originaltitel, Erscheinungsdatum und Jahr, Genre, Plattform, Medientyp, Studio, Sprache und Altersfreigabe. Zustand, Fotos und Standort hat jedes Objekt ohnehin. Für die Region oder den CIB-Status legen Sie unter Einstellungen → Felder eigene Auswahlfelder an. Über Standorte wissen Sie, in welchem Regal oder Karton jedes Spiel liegt, und verliehene Spiele tragen Sie mit Rückgabedatum ein.
Aus Kaufpreis und Schätzwert rechnet COLLUX den Gesamtwert, datierte Bewertungen ergeben einen Wertverlauf. Automatische Marktpreise gibt es für Spiele nicht; den Wert ermitteln Sie selbst, wie oben beschrieben. Vorhandene Listen importieren Sie als CSV, exportiert wird als CSV, Excel oder PDF.
COLLUX läuft im Browser auf Handy, Tablet und PC; eine App für das iPhone ist in Arbeit. Der Free-Plan bleibt dauerhaft kostenlos und umfasst eine Sammlung mit bis zu 100 Objekten. Jede Anmeldung startet mit 30 Tagen Platinum, eine Kreditkarte brauchen Sie nicht.
Häufige Fragen zur Videospiele-Sammlung
Videospiele digital verwalten
Spiele per Titel finden, Vollständigkeit, Zustand und Wert notieren – kostenlos und in unter zwei Minuten startklar.
Kostenlos starten