Eine kurze Geschichte der Philatelie
Die erste Briefmarke der Welt, die „One Penny Black", erschien 1840 in Großbritannien und veränderte das Postwesen grundlegend: Erstmals zahlte der Absender das Porto im Voraus. Innerhalb weniger Jahrzehnte folgten fast alle Länder, und aus dem praktischen Frankaturmittel wurde rasch ein Sammelobjekt. Der Begriff „Philatelie" wurde 1864 geprägt.
Im deutschsprachigen Raum prägen vor allem die Ausgaben der Altdeutschen Staaten, des Deutschen Reichs, der Besatzungszonen, der DDR, der Bundesrepublik und Berlins das Sammelgeschehen. Der Michel-Katalog gilt seit Generationen als maßgebliche Referenz für Nummerierung und Bewertung.
Erhaltung, Zähnung und Stempel
Der Wert einer Marke hängt entscheidend von ihrer Erhaltung ab. Sammler unterscheiden zwischen postfrisch, ungebraucht und gestempelt; innerhalb dieser Kategorien zählen Zentrierung, Zähnung, Farbe und die Unversehrtheit der Zähne. Auch der Stempel spielt eine große Rolle – ein klarer, vollständig lesbarer Abschlag ist oft begehrter als ein verschmierter Schleuderstempel.
Wer eine Spezialsammlung aufbaut, achtet zusätzlich auf Wasserzeichen, Plattenfehler und unterschiedliche Zähnungen. Genau diese Details unterscheiden sonst identische Marken und können erhebliche Wertunterschiede bedeuten.
Pflege und Lagerung
Briefmarken sind licht- und feuchtigkeitsempfindlich. Säurefreie Alben, Klemmtaschen und eine trockene, dunkle Lagerung bei stabiler Temperatur erhalten sie über Jahrzehnte. Postfrische Ware sollte nie mit Falz fixiert werden, damit der Originalgummi unberührt bleibt.
Worauf du beim Sammeln achten solltest
Häufige Fragen zu Briefmarken
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