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Briefmarkenverwaltung: Sammlung erfassen und bewerten

Was Sie zu jeder Marke notieren sollten, wie Sie den Wert ermitteln und wann Excel nicht mehr reicht.

Ein Einsteckbuch zeigt, welche Marken Sie haben. Was ihnen fehlt, wo die Dubletten liegen und was die Sammlung wert ist, zeigt es nicht. Dafür braucht es eine Briefmarkenverwaltung: eine Liste, in der jede Marke mit Katalognummer, Erhaltung und Wert steht. Ob das eine Tabelle ist oder eine Software, hängt von der Größe der Sammlung ab und davon, was Sie mit den Daten vorhaben.

Briefmarken verwalten: Excel oder Software?

Viele beginnen mit Excel, und für ein paar hundert Marken ist das ein guter Anfang. Eine Zeile je Marke, Spalten für Land, Jahr, Katalognummer, Erhaltung und Katalogwert, dazu ein Filter. Das kostet nichts, und wenn sich Ihre Ordnung ändert, bauen Sie die Tabelle einfach um.

Mit dem Wachstum zeigen sich die Grenzen. Fotos lassen sich in einer Tabelle kaum sinnvoll ablegen. Dieselbe Marke in zwei Erhaltungen wird zu zwei fast gleichen Zeilen, und wer Werte zu verschiedenen Zeitpunkten festhalten will, legt Spalte um Spalte an. Auch die Frage, in welchem Album eine Marke steckt, landet in einem Freitextfeld, das niemand pflegt.

Eine gute Briefmarkenverwaltung nimmt Ihnen genau diese Arbeit ab. Sie bringt die Felder für Philatelisten schon mit, zeigt zu jeder Marke ein Foto, weiß den Standort bis zur Albumseite und rechnet den Gesamtwert aus. Wichtig ist außerdem der Export: Ihre Daten sollten jederzeit als Excel- oder CSV-Datei herauskommen, damit Sie nicht an ein Programm gebunden sind. Kostenlose Briefmarken-Software gibt es, meist mit einer Obergrenze bei der Zahl der Marken. Für den Anfang genügt das oft.

Was Sie zu jeder Marke erfassen sollten

Katalognummer. Sie ist der Schlüssel zu allem anderen. Im deutschsprachigen Raum wird meist nach Michel-Nummer sortiert, international sind Scott, Yvert et Tellier oder Stanley Gibbons verbreitet. Notieren Sie immer, nach welchem Katalog die Nummer gilt, denn dieselbe Marke hat in jedem Katalog eine andere.

Erhaltung. Üblich sind die Zeichen ** für postfrisch mit unberührtem Originalgummi, * für ungebraucht mit Falzspur und (*) für ungebraucht ohne Gummi. Dazu kommen gestempelt, auf Briefstück und auf Brief. Über den Wert entscheidet die Erhaltung oft stärker als die Marke selbst.

Zähnung, Wasserzeichen, Farbe. Die Zähnung gibt an, wie viele Zähne auf zwei Zentimeter kommen, gemessen mit einem Zähnungsschlüssel. Wasserzeichen werden im Gegenlicht oder mit einem Wasserzeichensucher sichtbar. Bei vielen Ausgaben unterscheiden erst diese Merkmale zwei Katalognummern.

Abarten und Plattenfehler. Fehlende Farben, verschobene Drucke oder ein wiederkehrender Fleck an derselben Stelle im Bogen: Solche Abweichungen führen die Spezialkataloge eigens auf. Halten Sie sie getrennt von der Normalmarke fest.

Hinzu kommen Kaufpreis, Bezugsquelle und das Datum. Wer später verkauft oder vererbt, ist froh über diese Angaben.

Mit oder ohne Stempel sammeln?

Beides ist verbreitet, und viele Sammler entscheiden sich je Gebiet. Neuere Ausgaben sammelt man häufig postfrisch, weil sie so am Postschalter zu bekommen waren. Bei klassischen Marken des 19. Jahrhunderts sind gestempelte Stücke dagegen der Normalfall, und ein sauberer, gut lesbarer Stempel kann gesucht sein. Achten Sie bei gestempelten Marken darauf, ob sie echt gelaufen sind oder einen Gefälligkeitsstempel tragen. Damit die Sammlung einheitlich bleibt, sollten Sie innerhalb eines Gebiets bei einer Linie bleiben.

Briefmarken: Wert ermitteln

Einen ersten Anhaltspunkt gibt der Katalogwert. Er steht neben jeder Nummer, getrennt nach Erhaltung, und ist ein Richtwert für einwandfreie Stücke. Was Händler und Auktionen tatsächlich zahlen, liegt bei gängigen Marken meist deutlich darunter. Das gilt besonders für postfrische Bundesmarken der letzten Jahrzehnte, die in großen Mengen gedruckt und gesammelt wurden. Viele davon sind heute vor allem als Porto nutzbar, solange sie noch gültig sind.

Einen realistischen Marktpreis bekommen Sie, indem Sie abgeschlossene Verkäufe vergleichen: Ergebnisse von Briefmarkenauktionen, verkaufte Angebote auf Online-Marktplätzen, Preislisten von Händlern. Gesuchte Einzelstücke sollten Sie prüfen lassen, bevor Sie sie verkaufen oder teuer kaufen. Verbandsprüfer stellen einen Befund oder ein Fotoattest aus, das Echtheit und Erhaltung bestätigt. Gerade bei Aufdrucken, Stempeln und nachgummierten Marken sind Fälschungen verbreitet.

Tragen Sie den ermittelten Wert mit Datum in Ihre Liste ein. Nur so sehen Sie später, wie sich die Sammlung entwickelt hat, und haben für die Versicherung eine belastbare Aufstellung.

Einstieg und Sammelgebiete

Wer alles sammelt, wird nie fertig. Deshalb legen sich die meisten Sammler fest: auf ein Land und einen Zeitraum, etwa Bund, Berlin oder DDR, auf ein Motiv wie Eisenbahn, Vögel oder Raumfahrt, oder auf Belege wie Ersttagsbriefe. Ein klares Gebiet macht Lücken sichtbar und hält das Budget im Rahmen. Wer eine geerbte Sammlung sortieren möchte, beginnt am besten mit einer groben Trennung nach Ländern und arbeitet sich dann jahrgangsweise durch.

Briefmarken richtig lagern

Licht bleicht Farben aus, Feuchtigkeit lässt den Gummi kleben und fördert Stockflecken. Bewahren Sie Alben und Einsteckbücher deshalb stehend, dunkel und trocken auf, nicht im Keller und nicht auf dem Dachboden. Säurefreie Alben und Klemmtaschen schonen die Marken. Postfrische Stücke gehören nie an einen Falz, denn die Spur im Gummi macht aus ** dauerhaft *. Anfassen sollten Sie Marken nur mit der Pinzette.

Worauf Sie beim Sammeln achten sollten

Katalognummer immer mit dem Namen des Katalogs notieren
Erhaltung genau angeben: postfrisch, Falz, ohne Gummi oder gestempelt
Zähnung und Wasserzeichen prüfen, wo der Katalog danach unterscheidet
Wert mit Datum festhalten, teure Stücke prüfen lassen
Dunkel und trocken lagern, nur mit der Pinzette anfassen
Tipp: Fotografieren Sie wertvolle Marken von vorn und von hinten. Die Rückseite zeigt Gummi, Falzspuren und Prüfzeichen, und genau danach fragt jeder Käufer.

Briefmarken digital verwalten mit COLLUX

In COLLUX bringt das Sammelgebiet Briefmarken die Felder schon mit: Michel-Nummer und Katalogart, Ausgabejahr, Land und Postgesellschaft, Motiv und Künstler, Markentyp von der Freimarke bis zur Blockausgabe, Erhaltung von postfrisch bis auf Brief, dazu Zähnung, Wasserzeichen, Farbe, Entwertung, Abart, Druckverfahren, Auflage und Katalogwert. Fehlt Ihnen etwas, legen Sie eigene Felder an.

Für deutsche Marken von Bund, Berlin und DDR sucht COLLUX in einem eigenen Katalog nach Michel-Nummer oder Motiv. Aus einem Treffer übernimmt es Motiv, Ausgabejahr, Nennwert, Entwurf, Auflage und Markentyp. Die Daten stammen aus den Briefmarken-Jahrgängen der deutschen Wikipedia. Bilder und Marktpreise liefert dieser Katalog nicht: Die Marke fotografieren Sie selbst, den Wert tragen Sie selbst ein.

Fotos laden Sie direkt vom Handy hoch, und ab dem Plan Platinum kann COLLUX die Marke auf dem Foto erkennen und erste Angaben vorschlagen. Über Standorte wissen Sie, in welchem Album und auf welcher Seite jede Marke steckt. Kaufpreis und Wert ergeben den Gesamtwert der Sammlung, der Wertverlauf zeigt die Entwicklung über die Monate. Wie vollständig ein Satz oder Jahrgang ist, sehen Sie auf einen Blick. Eine vorhandene Excel-Liste importieren Sie als CSV-Datei; exportieren können Sie jederzeit als Excel, CSV oder PDF.

Der Einstieg ist kostenlos: Jede Anmeldung beginnt mit 30 Tagen Platinum, danach bleibt der Free-Plan dauerhaft kostenlos, mit einer Sammlung und bis zu 100 Objekten.

Häufige Fragen zur Briefmarkenverwaltung

Wie kann ich meine Briefmarken kostenlos verwalten?
Für kleine Sammlungen reicht eine Tabelle in Excel oder einem kostenlosen Tabellenprogramm. Mit Fotos, Standorten und Wertverlauf wird eine Software bequemer; COLLUX ist für eine Sammlung mit bis zu 100 Objekten dauerhaft kostenlos.
Kann ich meine Briefmarken in Excel verwalten?
Ja, eine Zeile je Marke mit Land, Jahr, Katalognummer, Erhaltung und Wert ist ein solider Anfang. Unübersichtlich wird es bei Fotos, mehreren Erhaltungen derselben Marke und Werten zu verschiedenen Zeitpunkten. Eine vorhandene Liste können Sie als CSV in COLLUX importieren.
Wie finde ich heraus, was meine Briefmarken wert sind?
Der Katalogwert ist ein Richtwert für einwandfreie Stücke, gezahlt wird meist weniger. Realistischer sind abgeschlossene Auktionen und verkaufte Angebote. Wertvolle Einzelstücke sollte ein Verbandsprüfer begutachten.
Sind alte Briefmarken automatisch wertvoll?
Nein. Es zählen Seltenheit, Erhaltung und Nachfrage, nicht das Alter. Viele ältere Marken wurden in großen Auflagen gedruckt und sind heute nur wenig wert.
Sammelt man Briefmarken besser mit oder ohne Stempel?
Das entscheiden Sie je Sammelgebiet. Neuere Ausgaben werden oft postfrisch gesammelt, bei klassischen Marken sind gestempelte Stücke der Normalfall. Wichtig ist, dass Sie innerhalb eines Gebiets bei einer Linie bleiben.
Was bedeuten die Sternchen bei Briefmarken?
Zwei Sternchen stehen für postfrisch mit unberührtem Gummi, ein Sternchen für ungebraucht mit Falzspur. Ein Sternchen in Klammern bedeutet ungebraucht ohne Gummi.

Briefmarken digital verwalten

Erfassen Sie Ihre Marken mit Foto, Michel-Nummer, Erhaltung und Wert – kostenlos und in unter zwei Minuten startklar.

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