Briefmarken sammeln

Das Briefmarkensammeln war einst ein eher altbewährtes Hobby. Wenn nun mit dem Sammeln von Marken begonnen wird, empfiehlt es sich, ein entsprechendes Album hierfür anzuschaffen. Mit diesem lassen sich die Marken einfach sortieren und sind damit auch unvergänglich gut geschützt.

Das Sortieren der Briefmarken

In der Regel werden die Marken chronologisch sortiert. Es wird bei der ältesten Marke angefangen und die neueren Marken werden ergänzt. Ist das Briefmarkenalbum voll, dann wird ein neues gekauft und darin chronologisch weiter gesammelt. Bei dieser chronologischen Sortierung können Informationen aus dem Netz sehr hilfreich sein. Es wird einfach das entsprechende Jahr geöffnet und die Marken in der jeweiligen Reihenfolge in das Album eingelegt.
Zudem empfiehlt es sich an den Stellen, wo die jeweilige Marke nicht vorhanden ist, eine Lücke in dem Album zu belassen. Wer nun Marken sammelt, kann auch versuchen, durch einen Briefmarkenkauf oder -tausch diese Lücken in der Briefmarkenverwaltung im Laufe der Zeit zu schließen.

Viele Sammler mögen die thematische Sortierung. Daher sammeln sie zum Beispiel ausschließlich Blumenmarken oder auch Marken mit Tieren. Oft aber stellt sich jenes Problem, dass dies mit zunehmender Anzahl unübersichtlich wird. Ein weiteres Kriterium zum Sortieren ist deshalb empfehlenswert. Dies kann auch eine Chronologie nach Herkunftsländern sein oder eine Sortierung nach den verschiedenen Farben.

Auch bei einer Sortierung nach bestimmten Motiven ist diese Chronologie sehr hilfreich. So kann der Sammler die erfassten Marken mithilfe einer bestimmten Motivsuche anzeigen lassen.

Qualität ist die fundamentale Voraussetzung für erfolgreiches Briefmarkensammeln. So können alle unschön gestempelten, nicht lesbar gestempelten und auch nicht prüfbaren Marken mit kurzen oder auch fehlenden Markenzähnen weggeworfen werden. Lediglich die Spitzenqualität soll ja irgendwann einmal verkauft werden.
Alle Marken dürfen hierbei auch keine kurzen Zähne besitzen, keine Knicke haben, keine Verschmierungen, keine dünneren Stellen oder ähnliche Beschädigungen.
Bei postfrischen Marken sollte die Gummierung frei von Schäden sein und auch keine Fingerabdrücke oder andere Beschädigungen haben.
Bei gestempelten Marken sollte der Stempel gut zu lesen sein. Gestempelte Marke, deren Stempel nicht zu lesen sind, sind nicht sammelnswert, da sie wertlos sind.

Vermutlich ist die Menge der Marken nun übersichtlicher geworden. So sieht der Sammler eher, was er hat, welche Besonderheiten und welche Länder er hat.
Was dem Sammler bleibt, ist die Qual der Wahl bei dieser großen und freien Auswahl.
Die Sammler werden feststellen, dass Deutschland hierbei am stärksten vertreten ist. Wie in jedem anderen Land wird sicher das eigene Land am meisten gesammelt, dazu hat der Sammler sicher auch den besten Bezug.

Vor allem die Kinder mögen diese thematische Sortierung. Daher sammeln diese zum Beispiel ausschließlich Blumenbriefmarken oder auch Tiermarken.

Auch eine besondere Sortierung nach Motiven ist im Netz zu finden und so kann der Sammler sich die hier gesammelten Marken mithilfe einer Motivsuche anzeigen lassen. Hierzu gehören auch Märchenbriefmarken oder alle Marken, welche sich mit Sport beschäftigen. Diese Marken können ebenfalls nach Farben sortiert werden. Eine Sammlersoftware kann beim Sammeln und Sortieren behilflich sein.

Ein sehr interessanter Ansatz der Sortierung ist immer jener nach den Farben. So kann sich der Sammler eine Art Regenbogenalbum zusammenstellen, auf welcher das Bild der gesamten Albumseite eine künstlerische Qualität bekommt.
Wenn nun der Sammler also beginnt, die Marken zu sammeln, und sich das erste Album kauft, sollte er sich einen genauen Plan erstellen, nach welchen Kriterien die Marken hierin sortiert werden sollen. Hierbei kann es helfen, wenn er sich gut überlegt, warum er eigentlich die Marken sammeln möchte. Wenn er sich auch den Sammlerwert der jeweiligen Marken genau betrachtet, ist eher zu einer chronologischen Einsortierung zu raten. Auf diese Weise kann der Sammler zu jeder Zeit gezielt alle Marken überschauen. Wenn er jedoch nun die Schönheit bestimmter Motive in seinem Blick hat, an welcher er sich erfreuen möchte, ist eine thematische Einsortierung der Marken sinnvoll. Auch wenn es beim Sammeln um kulturelle Ereignisse oder auch Personen geht, ist eine thematische Sortierung auch sehr sinnvoll.

So können auch Webseiten dem Sammler helfen, die jeweils korrekte Reihenfolge zu bestimmen. Hier gibt es viele Filter- und Sortierfunktionen, die sich auf jeder Seite befinden. Auch eine Sammlersoftware kann beim Sortieren helfen.

Briefmarkensammeln als Geldanlage

Die Meinungen zum Sammeln von Marken sind oftmals zwiegespalten, denn ob aus einer Briefmarkensammlung auch eine rentable Geldanlage ergründet werden kann, ist oftmals auch ungewiss und erfordert viel spezielles Fachwissen. Wenn sich nun der Sammler gut auskennt und zum Beispiel besondere Marken aus dem alten Deutschland besitzt, kann er damit auch recht viel Geld verdienen. Wenn somit ein Sammler eine Angola-Sammlung besitzt, würde er bei Markenauktionen lediglich nur ein müdes Lächeln bekommen. Dies hat keinen Handelswert, sondern es ist nur ein Hobby.

Trotzdem sollte das Potenzial einer Markensammlung nicht unterschätzt werden. Auch in den Zeiten niedriger Zinsen erfahren Anlagen wie Rohstoffe und Immobilien, aber auch Schmuck und Briefmarken ein hohes Interesse auf den Seiten der Investoren. Beliebte und auch seltene Marken können Summen im mehrstelligen Euro-Bereich erreichen. Die zurzeit wertvollste Marke der Welt ist die „British Guiana 1c Magenta“. Diese besitzt einen Wert von etwa zehn Millionen US-Dollar.
Ohne etwaige Marktkenntnisse bleibt die Geldanlage bei Marken Glückssache. Grundsätzlich geht der Wert von Marken der Nachkriegszeit in der letzten Zeit eher zurück, während der finanzielle Wert für Vorkriegsmarken eher steigt. Ob mit einer Marke auch das Geld angelegt werden kann, hängt in diesem Markt sehr von den persönlichen Interessen aller Investoren ab. Jene kaufen diese Marken öfter auf Messen, Auktionen, Tauschbörsen und auch im Internet.

Die Arten, wie die Marken gesammelt werden können

Das Sammeln der Marken ist individuell und unterschiedlich. In den vergangenen 151 Jahren sind etwa 700.000 Marken auf der Welt erschienen, mit einer fast unendlichen Vielfalt an Themen. Der Zugang zu einem bestimmten Thema ist deshalb sehr facettenreich und auch nicht so eindimensional, wie Außenstehende eventuell annehmen könnten. So hat jeder Briefmarkensammler individuelle Ziele beim Sammeln, und diese können unterschiedlich sein. Hierbei gibt es drei Arten, die Marken zu sammeln:
Eine Möglichkeit ist das Sammeln nach Jahrgängen und Ländern und (klassische Philatelie), das Sammeln nach Motiven und Themen und andere Motive.

Es gibt zudem auch Sammlungen, deren Ziele anders sind. Hierzu gehört zum Beispiel die Wertanlage oder auch ästhetische Besonderheiten. Diese Arten zu sammeln finden sich aber eher sehr selten.
Obwohl es wenigstens drei Arten Marken zu sammeln gibt, konzentrieren sich die meisten Sammler der Einfachheit halber meist auf die drei wichtigsten Arten des Sammelns.
Das Gebiet eines klassischen Philatelisten sind vollständige Jahrgänge aus definierten Ländern. Hierzu gehören zum Beispiel Deutschland mit den Jahrgängen von 1990 bis heute oder auch die DDR mit den Jahrgängen 1945 bis 1990 und auch Österreich mit den Jahren von 1918 bis heute.
Das Ziel ist beim Sammeln schon vorgegeben. Jedoch bleibt viel persönlicher Spielraum, welche Sorte der Marken gesammelt wird. Hierzu gehören gestempelte, postfrische, ungestempelte Marken und Ersttagsbriefe.
Anders verhält es sich jedoch bei den Motiv- und den Themensammlern. Diese suchen sich immer ein bestimmtes Thema aus, welches am meisten mit den privaten Interessen in Verbindung steht. Hierzu gehören zum Beispiel Katzen, Autos, Weltraum, Pflanzen, Sport und andere Themen. Die Interessenten sammeln die dazugehörigen Marken aus aller Welt. Die Motive der Marken und auch die Geschichte hinter den Motiven stehen hierbei im Gegensatz zu einer klassischen Philatelie daher auch ganz eindeutig im Vordergrund. Hierbei gibt es auch Themensammler, welche nach sämtlichen Marken zu ihren beliebten Themen suchen, weil vor allem die Vollständigkeit das größte Ziel beim Sammeln ist. Es gibt jedoch auch solche Themensammler, welche nur solche Marken in die Sammlung aufnehmen möchten, welche ihnen am besten gefallen. Hierbei stellt sich immer die Frage, wie die Sammler denn nun zu den Marken ihres Lieblingsthemas kommen.